Tipps & Wissenswertes

Manchmal ist das Thema Strom und Energie sehr abstrakt und schwer verstĂ€ndlich. FĂŒr mehr Energiewissen finden Sie hier die wichtigsten Begriffe und AbkĂŒrzungen, aber auch Tipps, Tricks und Wissenswertes rund um das Thema Energie und Ihre Energieversorgung.

  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Alle

AbLaV-Umlage (Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten)

Die AbLaV-Umlage deckt die Kosten fĂŒr die Bereitstellung und die Abschaltung der Last. Sie dient damit auf Grundlage des § 13 Abs. 4a und 4b des EnWG der Versorgungssicherheit durch die Förderung abschaltbarer Verbrauchseinrichtungen.

Abschlagszahlungen

Abschlagszahlungen sind Teil- bzw. Anzahlungen auf die bereits geleisteten Energielieferungen und werden mit der turnusmĂ€ĂŸigen Endabrechnung verrechnet. Die Höhe des Abschlages orientiert sich an dem zu erwartenden Energieverbrauch.

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis bezeichnet das Entgelt pro gelieferter bzw. verbrauchter Kilowattstunde (kWh) Strom bzw. Gas.

Bilanzierungsumlage

Der Gasnetzbetreiber Trading Hub Europe (THE) ist dafĂŒr verantwortlich, dass das Gasnetz zu jeder Zeit gleichmĂ€ĂŸig ausgelastet ist und alle Kund*innen beliefert werden können. Daher beobachtet die THE laufend den Gasverbrauch und muss kurzfristig Erdgas am Markt beschaffen, wenn mehr Gas verbraucht wird als zuvor eingeplant. Durch diese kurzfristigen Schwankungen der Entnahme- und Einspeisemengen entstehen hohe Kosten, die durch die Bilanzierungsumlage aufgefangen werden sollen. Die Bilanzierungsumlage wird alle zwölf Monate neu berechnet. Sie wird pro verbrauchter Kilowattstunde berechnet und muss von uns als Energieversorger an die THE weitergegeben werden.

Brennwert

Der Brennwert des in das Versorgungsnetz gelieferten Erdgases wird stÀndig gemessen, wobei der gewichtete Mittelwert im jeweiligen Abrechnungszeitraum als Multiplikator in die thermische Verbrauchsabrechnung eingeht. Je höher der Brennwert ist, desto höher ist die QualitÀt des Erdgases.

Codenummer des Netzbetreibers

Die Codenummer des Netzbetreibers dient der eindeutigen Identifikation des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Lieferstelle angeschlossen ist.

CO2-Bepreisung / "CO2-Steuer"

Mit dem Ziel Emissionen zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen, hat die Bundesregierung bereits 2019 die Bepreisung fossiler Brennstoffe wie Erdgas beschlossen. Seit dem 1. Januar 2021 gilt nun die staatliche CO2-Bepreisung, die mit 25 Euro pro Tonne CO2 startete und jÀhrlich erhöht wird.

Wie wird die CO2-Abgabe erhoben?

Als Energieversorger sind wir verpflichtet, sogenannte CO2-Zertifikate (Emissionszertifikate) fĂŒr das an unsere Kund*innen gelieferte Erdgas zu erwerben. Die Preise fĂŒr diese Zertifikate sind gesetzlich fixiert. Bei der CO2-Bepreisung handelt es sich demzufolge um die Kosten fĂŒr den Kauf von Emissionszertifikaten.

Kein Anbieter bzw. Energieversorger ist von der CO2-Abgabe ausgeschlossen, das heißt, die durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) verursachten Belastungen sind fĂŒr alle Versorger gleich.

Wie hoch sind die Mehrkosten durch die CO2-Bepreisung?

Das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) startete 2021 mit einem Festpreissystem, das heißt, der Preis pro Tonne CO2 ist fix und vorab festgelegt. Als Erdgaslieferant benötigen wir fĂŒr jede Tonne CO2, welche durch das von uns gelieferte Erdgas verursacht wird, ein Zertifikat als sogenanntes Verschmutzungsrecht. Dabei steigt der Preis pro Tonne CO2 Jahr fĂŒr Jahr. Als Energieversorger kaufen wir die Zertifikate zu folgenden Preisen ein:

2023: 30 € pro Tonne CO2.

Das entspricht netto etwa 7 Cent pro Liter Superbenzin, etwa 8 Cent pro Liter Diesel, etwa 7 Cent pro Liter Heizöl und 0,55 Cent pro Kilowattstunde Erdgas. Hinzu kommt noch die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 % bzw. vom 1. Oktober 2022 bis zum 29. Februar 2024 der ermĂ€ĂŸigte Steuersatz von 7%.

2024: 40 € pro Tonne CO2

2025: 50 € pro Tonne CO2

2026: 55 - 65 € pro Tonne CO2

2027 endet die EinfĂŒhrungsphase und die Verschmutzungsrechte sollen per Auktion ersteigert werden. Entsprechend den Klimazielen wird die Gesamtmenge der Zertifikate fĂŒr den CO2-Ausstoß begrenzt, sodass sich der Preis am Markt durch Angebot und Nachfrage bilden wird.

 

EnergrĂŒn liefert klimaneutrales Erdgas – warum wird die CO2-Abgabe trotzdem fĂ€llig?

Mit dem Bezug von klimaneutralem Erdgas leisten unsere Kund*innen bereits einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Alle Emissionen, die beim Verbrauch entstehen, werden durch TÜV-zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Die CO2-Bepreisung erfolgt unabhĂ€ngig von der von EnergrĂŒn vorgenommenen Klimaneutralstellung. Erdgas als fossiler EnergietrĂ€ger setzt bei der Verbrennung CO2 frei und fĂ€llt damit automatisch in die neue Bepreisung fossiler Brennstoffe.

 

Was macht die Bundesregierung mit den Einnahmen?

Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung werden fĂŒr den Klimaschutz verwendet und/oder an die BĂŒrger*innen zurĂŒckgegeben. Sie fließen in den Energie- und Klimafonds (EKF), aus dem Maßnahmen finanziert werden, die allen BĂŒrger*innen zu Gute kommen. Es werden u. a. Maßnahmen finanziert, die beim Umstieg auf klimafreundliche Alternativen unterstĂŒtzen, wie z. B. die energetische Sanierung von Wohnungen, der Austausch von Heizungsanlagen oder der Erwerb von CO2-sparenden Autos. Außerdem wird die EEG-Umlage durch die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung finanziert und somit der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert.

EEG-Umlage

Nach dem Gesetz fĂŒr den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurztitel Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) wird jeder gefördert, der Strom aus regenerativen Energien ins Netz einspeist – egal, ob Windparkbetreiber oder Privathaushalt mit Solarzellen auf dem Dach. Das Ziel der Bundesregierung ist es, mit Hilfe dieser Förderung den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien (wie Wind- oder Wasserkraft, Sonnen- oder ErdwĂ€rme oder Biomasse) zu erhöhen. Zum Erreichen dieser Ziele werden Anlagenbetreibern als Anreiz VergĂŒtungssĂ€tze ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme im EEG staatlich fĂŒr 20 Jahre garantiert – sie unterliegen folglich nicht dem Angebot und der Nachfrage. Die vier bundesweiten Übertragungsnetzbetreiber vermarkten den EEG-Strom dann an den Strombörsen. Da konventionell erzeugter Strom (z.B. aus Atomkraft oder fossilen Brennstoffen) deutlich gĂŒnstiger produziert wird und somit an den Strombörsen den Preis drĂŒckt, entsteht eine Differenz zwischen dem Einkaufs- und Verkaufspreis zu Lasten der Netzbetreiber. Diese Differenz wird ĂŒber die EEG-Umlage ausgeglichen. Die Betreiber der Übertragungsnetze veröffentlichen jeweils am 15. Oktober eines Jahres, wie viel Geld fĂŒr das Schließen dieser LĂŒcke notwendig sein wird. Damit geben sie die Höhe der EEG-Umlage fĂŒr das Folgejahr bekannt.

Energieparks

Um die Energiewende innerhalb Deutschlands zu fördern, beteiligt sich EnergrĂŒn mittlerweile an 15 Windparks von Brauel bis Zölkow.

Weiterlesen

Energiepreisbremsen

Mit Beginn des Jahres 2023 trat das Gesetz zur Strompreisbremse und das Gesetz zur WĂ€rme- und Gaspreisbremse in Kraft. Mit diesen Gesetzen sollten alle Strom-, Gas- und WĂ€rmekund*innen finanziell entlastet werden.

Detaillierte Informationen zur Deckelung und GĂŒltigkeit der Preisbremsen finden Sie hier.

Energiepreisgarantie

Der Energiepreis macht ca. ein Drittel des Arbeitspreises aus. Dieser Anteil ist fix und bleibt, im Gegensatz zu anderen Anbietern, bei uns bis zu 12 Monate unverĂ€ndert. Auf die anderen Preisbestandteile, wie u.a. die gesetzlichen Umlagen, Netznutzungsentgelte und Steuern, hat EnergrĂŒn jedoch keinen Einfluss. Diese Bestandteile werden von anderen Stellen gesteuert (z. B. vom jeweiligen Netzbetreiber und dem Staat). Von diesen Änderungen ist nicht nur EnergrĂŒn betroffen, sondern bundesweit jeder Anbieter.

Energiespartipps

HĂ€ufig ist es schon mit einfachen Mitteln möglich, im Alltag Energie einzusparen. Wir haben Ihnen aufgelistet, wie Sie mit klugen Tipps und Tricks weniger Energie verbrauchen und somit bares Geld sparen können. Denn oft sind es schon kleine Dinge, die einen großen Unterschied machen können.

Zu den Energiespartipps

Energiesteuer

Mit dieser wird die Entnahme und der Verbrauch von Energiearten fossiler (Mineralöle, Erdgas, FlĂŒssiggase) sowie nachwachsender Energien (Pflanzenöle, Alkohol), welche als Kraft- und Heizstoffe verwendet werden, im deutschen Steuergebiet besteuert. Jedes Energieversorgungsunternehmen ist verpflichtet, jĂ€hrlich die von ihm an sogenannte “Letztverbraucher” gelieferte Menge an das Hauptzollamt zu melden und den entsprechenden Betrag zu bezahlen. Das Energieversorgungsunternehmen berĂŒcksichtigt die Energiesteuer im Rahmen seiner Preiskalkulation. Sie betrĂ€gt zurzeit 0,55 ct/kWh (Stand 2019).

Gasbeschaffungsumlage (nicht in Kraft)

Die befristete Gasbeschaffungsumlage wurde am 4. August 2022 auf Basis des §26 Energiesicherungsgesetz vom Bundeskabinett verabschiedet. Die Umlage sollte am 1. Oktober 2022 in Kraft treten und am 31. MĂ€rz 2024 enden. Am 30. September 2022 wurde sie zurĂŒckgenommen. Wir berĂŒcksichtigen den Wegfall der Umlage in den Abrechnungen. Als Kund*in mĂŒssen Sie diesbezĂŒglich also nicht aktiv werden.

Der Hintergrund: Aufgrund der erheblichen KĂŒrzungen der Erdgasimporte aus Russland entstehen fĂŒr die Gasimporteure in der Ersatzbeschaffung hohe Mehrkosten. Damit die Gasimporteure handlungsfĂ€hig bleiben, sollten 90 % dieser Mehrkosten durch die Gasbeschaffungsumlage ausgeglichen werden.

Gaspreisbremse

Mit der Gaspreisbremse sollten 2023 alle Gaskund*innen finanziell entlastet werden, indem der Preis fĂŒr einen großen Teil des Verbrauchs gedeckelt wurde.

Detaillierte Informationen zur Deckelung und GĂŒltigkeit der Preisbremse finden Sie hier.

Gasspeicherungsumlage

Die Gasspeicherungsumlage tritt am 1. Oktober 2022 in Kraft und endet am 31. MĂ€rz 2025. Um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu erhöhen, sind im novellierten Energiewirtschaftsgesetz bestimmte FĂŒllstandsvorgaben fĂŒr Gasspeicheranlagen vorgesehen. Durch die erforderliche zusĂ€tzliche Einspeicherung von Erdgas entstehen den Gasimporteuren hohe Mehrkosten, die mit der Gasspeicherungsumlage ersetzt werden sollen. Auf Grund der dynamischen Lage kann sie zum 1. Januar 2023 neu berechnet werdet, danach kann sie halbjĂ€hrlich angepasst werden.

Grundpreis

Der Grundpreis bezeichnet das Entgelt pro Lieferzeitraum, welches unabhÀngig vom gelieferten bzw. verbrauchten Strom anfÀllt.

Grundversorgungsverordnung Strom und Gas

Hier stehen Ihnen die Grundversorgungsverordnungen fĂŒr Strom und Gas als Download zur VerfĂŒgung.

Grundversorgungsverordnung fĂŒr Strom

Grundversorgungsverordnung fĂŒr Gas

Konvertierungsumlage

Die Konvertierungsumlage soll die Kosten ausgleichen, die den Marktgebietsverantwortlichen durch die Konvertierung von L- zu H-Gas entstehen und die nicht durch das sogenannte Konvertierungsentgelt abgedeckt sind.

L- und H-Gas sind zwei verschiedene Arten von Gas, die aus unterschiedlichen Quellen bezogen werden. Beide Gasarten unterscheiden sich physikalisch und im Brennwert voneinander. Je nach Region kann das Gasnetz nur eine Sorte Gas transportieren. Eine einfache Vermischung ist also nicht möglich. Das fĂŒhrt dazu, dass bei einem lokalen Mangel von H-Gas L-Gas eingesetzt werden muss und umgekehrt. Zuvor muss es dafĂŒr jedoch chemisch umgewandelt werden. Die Kosten fĂŒr diesen komplexen Prozess, der maßgeblich zur Erhöhung der Versorgungssicherheit beitrĂ€gt, werden ĂŒber die Konvertierungsumlage an die Gaskund*innen weitergegeben.

Konzessionsabgabe

Konzessionsabgaben sind Entgelte an die Kommune, die fĂŒr die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch die Versorgungsleitungen der Netzbetreiber anfallen. Die Netzbetreiber leiten diese eins zu eins an die Energieversorgungsunternehmen weiter. Diese hingegen berĂŒcksichtigen die Konzessionsabgabe im Rahmen ihrer internen Preiskalkulation. Die Konzessionsabgabe wird verbrauchsabhĂ€ngig, also pro gelieferter bzw. verbrauchter Kilowattstunde erhoben.

KWK-Umlage

KWK-(Kraft-WĂ€rme-Kopplungs)-Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und WĂ€rme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht, wodurch Brennstoffe eingespart und Kohlendioxid-Emissionen gemindert werden können. Am 01.04.2004 ist das Gesetz fĂŒr die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-WĂ€rme-Kopplung in Kraft getreten. Es hat den Zweck, den Beitrag zur Stromerzeugung aus Kraft-WĂ€rme-Kopplung in der Bundesrepublik Deutschland auf 25 Prozent zu erhöhen. Hierzu verpflichtet es die Netzbetreiber, Strom aus testierten Kraft-WĂ€rme-Kopplungs-Kraftwerken zu einem staatlich garantierten Preis abzunehmen. Da dieser oberhalb des Strompreises an der Börse liegt, entstehen fĂŒr die Netzbetreiber Kosten. Diese werden mittels der KWK-Umlage ĂŒber die Energieversorgungsunternehmen an den Endverbraucher weitergegeben.

Lieferantenwechsel

Die wichtigste Information zuerst: Ihre Versorgung ist immer sicher, auch wenn Sie Ihren Lieferanten wechseln.

Manchmal existiert die BefĂŒrchtung, ohne Strom dazustehen, wenn etwas mit dem Wechsel nicht funktionieren sollte oder der gĂŒnstige Anbieter pleite geht.

Erfreulicherweise ist diese Angst unbegrĂŒndet: Es gibt in Deutschland eine gesetzlich garantierte Versorgungssicherheit!

Falls mal ein Lieferantenwechsel nicht gelingen oder der Strombezug von einem neuen Anbieter nicht funktionieren sollte, fĂ€llt man automatisch wieder in die Standardversorgung des örtlichen Anbieters („Grundversorger“) - Der Strom fließt also immer.

Mehrwertsteuer-Senkung

Die von der Politik beschlossene Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 16 % gilt vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020. Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten fĂŒr alle EnergrĂŒn-Kundinnen und -Kunden zusammengestellt:

Profitiere ich als EnergrĂŒn-Kundin/Kunde von der Steuersenkung?

Ja! Wir geben die Mehrwertsteuersenkung komplett an unsere Kunden weiter.

Muss ich jetzt aktiv werden, um von der Steuersenkung zu profitieren?

Nein! Sie mĂŒssen vorerst nichts tun.

Was macht EnergrĂŒn, damit ich von der Steuersenkung profitiere?

Ende des Jahres werden wir, unabhĂ€ngig von und zusĂ€tzlich zu der turnusmĂ€ĂŸigen Ablesung, alle unsere Kundinnen und Kunden postalisch dazu auffordern, uns ihren ZĂ€hlerstand zu ĂŒbermitteln.

Wir machen das, weil der Ablesezeitpunkt zum Ende des Ablesezeitraums maßgeblich fĂŒr die Höhe der gesetzlichen MwSt. bezogen auf die gesamte Lieferung ist. Liegt dieser zwischen dem 01.07.2020 und dem 31.12.2020, werden wir die gesamte Lieferung mit 16 %, andernfalls mit 19 %, MwSt. abrechnen.

Sie profitieren also maximal, wenn Sie den ZĂ€hlerstand Ende Dezember ablesen und möglichst zeitnah ĂŒbermitteln.

MaLo-ID (Marktlokations-ID)

Die MaLo-ID ersetzt als eindeutige Bezeichnung fĂŒr eine Marktlokation im deutschen Energiemarkt die bisher genutzte ZĂ€hlpunktbezeichnung.

Messdienstleistung

Die Messung beinhaltet die Ermittlung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung der ZĂ€hlerdaten. Die dafĂŒr anfallenden Kosten werden dem Lieferanten vom Netzbetreiber bzw. Messdienstleister in Rechnung gestellt.

Messlokation

Eine Messlokation ist ein Ort, an dem Energie gemessen wird und der alle technischen Einrichtungen beinhaltet, die zur Ermittlung und Übermittlung der Messwerte erforderlich sind. Die Messlokation wird weiterhin ĂŒber die MaLo-ID identifiziert.

Messstellenbetreiber

Der Messstellenbetreiber ist fĂŒr den Einbau und Betrieb Ihres StromzĂ€hlers zustĂ€ndig.

Messstellenbetrieb

Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie den Betrieb und die Wartung von ZĂ€hlern. Diese Kosten werden dem Lieferanten vom Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.

Netznutzungsentgelte

Netznutzungsentgelte sind GebĂŒhren, die in Grund- und Arbeitspreis aufgeteilt sind. Sie werden den Energieversorgungsunternehmen vom jeweiligen Netzbetreiber dafĂŒr in Rechnung gestellt, dass die Energie durch seine Leitungen fließt. Es gibt mehrere hundert Verteilnetzbetreiber in Deutschland, die ihre Preise alle individuell gestalten. Entsprechend kostet Energie an verschiedenen Orten unterschiedlich viel. Über die Preisgestaltung und -höhe wacht die Bundesnetzagentur (BNA) mit Sitz in Bonn. Die jeweiligen Preise sind auf der Internetseite des Netzbetreibers veröffentlicht.

Offshore-Netzumlage

Mit den Einnahmen aus der Offshore-Netzumlage werden die Kosten aus EntschÀdigungen bei Störungen oder Verzögerung der Anbindung von Offshore-Anlagen sowie die Kosten aus der Errichtung und dem Betrieb der Offshore-Anbindungsleitungen gedeckt. Die Offshore-Netzumlage wird den Energieversorgungsunternehmen von den Verteilnetzbetreibern in Rechnung gestellt.

SonderkĂŒndigungsrecht

Sie haben immer ein SonderkĂŒndigungsrecht, wenn Sie eine Preisanpassung von Ihrem Grundversorger erhalten sollten. Dies gilt ĂŒbrigens nicht nur bei einer Preissteigerung, sondern auch bei einer Preisminderung. Nach einer KĂŒndigung bei Ihrem Versorger steht dem Wechsel zu EnergrĂŒn nichts mehr im Wege.

Stromkennzeichnung (Strommix)

Die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschriebene Stromkennzeichnung informiert ĂŒber die Herkunft des bezogenen Stroms und dessen Umweltauswirkungen. Hier finden Sie den Strommix von EnergrĂŒn.

StromNEV-Umlage

Jeder Stromlieferant zahlt zur Durchleitung seiner Energie ein sogenanntes Netzentgelt pro Kilowattstunde an den jeweiligen Netzbetreiber, welches er an den Endverbraucher weiterberechnet. Energieintensive Industrieunternehmen, die jĂ€hrlich mehr als zehn Gigawattstunden Strom verbrauchen und mindestens 7.000 Benutzungsstunden aufweisen, können seit dem 01.01.2012 von der Bezahlung dieser Netzentgelte gemĂ€ĂŸ § 19 Abs. 2 StromNEV (Strom-Netzentgeltverordnung) befreit werden. Mit dieser durchaus umstrittenen Umlage wird die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzentgelten durch die Endverbraucher finanziert. Die Bundesregierung möchte so die WettbewerbsfĂ€higkeit deutscher Unternehmen in Zeiten steigender Energiekosten stĂ€rken.


Die Höhe der Umlage fĂŒr das Folgejahr wird von den vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland festgelegt und einmal im Jahr veröffentlicht. Sie berechnet sich aus der Summe der entgangenen Netzentgelte der von den Netzentgelten befreiten Unternehmen.

Strompreisbremse

Mit der Strompreisbremse sollten 2023 alle Stromkund*innen finanziell entlastet werden, indem der Preis fĂŒr einen großen Teil des Verbrauchs gedeckelt wurde.

Detaillierte Informationen zur Deckelung und GĂŒltigkeit der Preisbremse finden Sie hier.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 aufgrund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Jedes Energieversorgungsunternehmen ist verpflichtet, jĂ€hrlich die von ihm gelieferte Menge an sogenannte Letztverbraucher an das Hauptzollamt zu melden und den entsprechenden Betrag zu bezahlen. Das Energieversorgungsunternehmen berĂŒcksichtigt diese Steuer im Rahmen seiner Preiskalkulation. Die Stromsteuer betrĂ€gt zurzeit 2,05 ct/kWh (Stand 08/2019).

Thermische Gasabrechnung

Erdgas wird volumetrisch, das heißt in Kubikmetern (mÂł), gemessen. Das Betriebsvolumen ist abhĂ€ngig von Druck und Temperatur. Die in mÂł gemessene Menge Erdgas wird in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet, damit es ohne den Einfluss von Druck und Temperatur abgerechnet werden kann. Dazu wird nach eichrechtlich anerkannten Regeln der Verbrauch in mÂł mit der Zustandszahl (Z-Zahl) und dem Brennwert multipliziert. Die Z-Zahl ist ein Korrekturfaktor, mit dem der Einfluss von Druck und Temperatur aufgehoben wird. Der Brennwert zeigt an, wie viel Energie im Erdgas enthalten ist.

Vergleichsportale

Wir raten bei Tarifen mit jÀhrlicher Vorauszahlung zu Vorsicht!

Bitte bedenken Sie, dass im Falle einer Insolvenz des Anbieters Ihre jÀhrliche Vorauszahlung in die Insolvenzmasse eingeht und Ihre Verbrauchsstelle in die kostspielige Grundversorgung fÀllt.

Vorsicht bei Tarifen mit Paketpreisen!

Bei Tarifen mit Paketpreisen erwerben Sie eine bestimmte Menge an Kilowattstunden. Ein Minderverbrauch wird Ihnen nicht vergĂŒtet und den Mehrverbrauch mĂŒssen Sie vollstĂ€ndig bezahlen - in der Regel zu einem erheblich höheren Arbeitspreis. Wir werben nicht im Fernsehen fĂŒr gĂŒnstige Energie, da wir nicht möchten, dass Sie indirekt fĂŒr diese kostspieligen Maßnahmen bezahlen mĂŒssen. Bei uns erhalten Sie einen fairen Stromtarif, der ohne hohe Werbekosten auskommt und nicht durch einen Risikoaufschlag fĂŒr „Nichtzahler“ belastet ist.

Wie kommt der Ökostrom in die Steckdose?

Ökostrom ist gefragter denn je. Aber was ist Ökostrom eigentlich und wie kann man ihn von herkömmlichem Strom unterscheiden? Seit der Liberalisierung des deutschen Strommarktes kann jeder Verbraucher selbst entscheiden, welche Art von Strom er von welchem Anbieter beziehen möchte. Trotzdem liefert jede Steckdose physikalisch ĂŒberall den gleichen Strom. Wie ist dies zu verstehen?

FĂŒr Ökostrom gibt es kein eigenes Stromnetz. Aus Ihrer Steckdose kommt also nicht direkt unser EnergrĂŒn-Strom. Zuerst wird er in das deutsche Gesamtnetz eingespeist, welches man sich vereinfacht als einen See vorstellen kann. Dieser Stromsee versorgt alle deutschen Haushalte mit Energie, unabhĂ€ngig von Ihrer Versorger- und Tarifwahl, und wird von verschiedenen FlĂŒssen gespeist. Er beinhaltet daher Strom unterschiedlicher Herkunft (auch „Grau-Strom“).

Sie können genau genommen also nicht bestimmen, welcher Strom physikalisch aus Ihrer Steckdose kommt. Was aber viel wichtiger ist: Sie können entscheiden, wie der Strom hergestellt wird. So sorgen Sie dafĂŒr, dass die von Ihnen verbrauchte Energie durch neu eingespeisten Ökostrom aufgefĂŒllt wird.

Je mehr Menschen Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachfragen, desto sauberer wird der deutsche Stromsee. Mit dem Bezug von reinem Ökostrom erhöhen Sie den Anteil an Ökostrom im gesamten Strom-Mix und verdrĂ€ngen so konventionelle EnergietrĂ€ger. Bildlich gesprochen wird der Zufluss von Atom- oder Kohlestrom reduziert - und die Energiewende rĂŒckt StĂŒck fĂŒr StĂŒck nĂ€her.

Was spricht fĂŒr Windenergie?

Die Windenergie an Land ist als einzige der neuen Energien heute schon so gut wie konkurrenzfÀhig zur traditionellen Energieerzeugung. Sie kommt im Prinzip ohne staatliche Förderung aus. Windkraft ist technologisch ausgereift und die Anlagen sind langlebig.


„In Deutschland ist die Windenergie das RĂŒckgrat der Energiewende.- Sie liefert den grĂ¶ĂŸten Teil des erneuerbaren Stroms und sie liefert ihn zu vergleichsweise gĂŒnstigen Kosten. Im letzten Jahr wurden fast 50 Milliarden Kilowattstunden Windstrom in die Netze eingespeist. Das entspricht einem Anteil von ĂŒber 8% an der gesamten deutschen Stromerzeugung. Dies ist eine wichtige Voraussetzung fĂŒr eine kalkulierbare und nachhaltige Entwicklung.“ (Quelle: Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Sept. 2012)


Bis zum Jahr 2030 sollen auch aus den Offshore-Anlagen etwa 15.000 Megawatt ins deutsche Netz eingespeist werden. Hierin liegt eine große wirtschaftliche Chance - fĂŒr die deutschen KĂŒstenregionen als auch fĂŒr die Arbeitnehmer. Bereits jetzt konnten durch den Offshore-Ausbau mindestens 7.000 ArbeitsplĂ€tze geschaffen werden.

Die Firstcon GmbH ist an 15 Windparks in Deutschland beteiligt und fördert somit zusÀtzlich die Produktion von Strom aus regenerativen Energiequellen. Hier finden Sie die Liste der Energieparks, an denen die Firstcon beteiligt ist.

Wie lese ich richtig ab?

Wo finde ich meinen StromzÀhler?

Wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen, finden Sie Ihren StromzÀhler direkt in der Wohnung, im Hausflur oder im Keller. Falls Sie den ZÀhler nicht finden, fragen Sie bei Ihrem Vermieter nach. Im eigenen Haus ist der StromzÀhler meist im Flur oder im Keller beim Hauptsicherungskasten zu finden.

Was muss ich bei meinem StromzÀhler ablesen?

Sie benötigen folgende Werte: die ZÀhlernummer und den ZÀhlerstand. Die ZÀhlernummer ist wichtig, damit Ihr Verbrauch der richtigen Verbrauchsstelle, also Ihnen, zugeordnet werden kann. Der ZÀhlerstand gibt an, wie viel Strom Sie verbraucht haben.

ZĂ€hlpunkt

Ein ZĂ€hlpunkt kennzeichnet eine Lieferstelle eindeutig im europĂ€ischen Energienetz. Am ZĂ€hlpunkt werden die relevanten Messdaten erfasst. Über die ZĂ€hlpunktbezeichnung kann der Netzbetreiber den Standort der Lieferstelle genau identifizieren und dem ZĂ€hler zuordnen. Im Gegensatz dazu ist die ZĂ€hlernummer nicht ortsgebunden, da ZĂ€hler gewechselt werden können.

Zustandszahl

Temperatur und Druck am Verbrauchsort wirken sich auf den Energiegehalt des Erdgases aus und werden als sogenannte Zustandszahl in der thermischen Verbrauchsabrechnung berĂŒcksichtigt.

Wir nutzen Cookies
Unsere Website verwendet Cookies. Mit einem Klick auf „alle Cookies zulassen“ erlauben Sie der Website, neben den fĂŒr die FunktionalitĂ€t notwendigen Cookies auch welche fĂŒr Tracking-Zwecke zu verwenden. Mehr zum Thema finden Sie unter Datenschutz.